Als wir jüngst in Regensburg waren..........
….....liebe Freunde und Fans der Zeubelrieder, so titelt ein Scherzlied, das der Überlieferung nach in einer Zeit entstanden ist, nach dem die Türken im ausgehenden 17. Jahrhundert aus Ungarn vertrieben wurden. Diese Angabe dient einzig der chronologischen Einordnung und nicht dem Aufruf zur Revolution und Aufruhr in einem aktuell immer näher zusammen wachsenden Europa.
Und eben diese Textzeile passt auch zu unserem jüngst zurückliegenden Gig, in genau diesem Regensburg.
Schon die Anfangsphase stand unter keinem guten Stern. Immer mehr Musiker sagten den Auftritt beruflich oder krankheitsbedingt ab, so dass wir wieder einige Ergänzungsspieler unter Vertrag nehmen mussten. Mit anderen Worten ausgedrückt - sie wurden zwangsverpflichtet.
Am Samstag fuhren wir dann gegen 15 Uhr in Zeubelried los, um dann kurze Zeit später am Biebelrieder Dreieck mit unzähligen anderen Fahrzeugen im Stau zu stehen. Das nenne ich perfektes Timing. Gefühlte 32 Stunden später erreichten wir dann unser Ziel, das Firmengelände des Jubilars, anlässlich dessen Geburtstagsfeier wir verpflichtet wurden.
Wir sahen uns einem illustren Kreis handverlesener Gäste, einem fixen Barmixer und einem prächtig angerichteten Buffet mit Spezialitäten vom Grill gegenüber. Flugs war das Equipment aufgebaut.......ja gut, flugs ist leicht geschönt. Doch letztendlich stand die Anlage doch recht flott und wir konnten uns dem Hauptthema des Abends, dem Essen zuwenden. Anschließend spielten wir zum Tanz auf. Höhepunkt des Abends mag für den einen oder anderen Musikkollegen die Einlage eines jungen Tanzpaares gewesen sein, das nach dieser besagten Einlage das Publikum zu einem Salsa-Crash-Kurs animierte. Da die geneigte Zuseherschaft einen mehr als marginalen Damenüberschuss (die Damenwelt möge mir diesen schändlichen Ausdruck verzeihen) aufwies, wandte sich die in einem Hauch von Nichts verhüllte fleischgewordene Sünde an ihre Geschlechtsgenossinnen und forderte diese auf, sich dann eben mit „Männermaterial“ bei den Musikern zu bedienen. Ich sah blankes Entsetzen bei meinen Musikkollegen aufsteigen. Die Gesichter unserer Nicht-Stammbesetzung schienen zu sagen, ach was, zu schreien: „ Bitte nicht mich, ich bin nur die Aushilfe!“ Und hier zeigte sich wieder einmal die sensible Seele der weiblichen Bewohner unseres Planeten – sie sahen von einer „Nominierung“ als Tanzpartner unter den Musikern ab und mussten sich untereinander behelfen. Wir spielten bis uns jäh gegen halb drei am Morgen die Polizei (wohl von einem schlaflosen Anwohner gerufen) das Weiterspielen in Abrede stellte, dies mussten wir, auch unter Rücksichtnahme auf den Veranstalter, kommentarlos hinnehmen.. Aus lauter Enttäuschung hierüber haben wir uns dann an die Resteverwertung des Buffets gemacht. Der Barmixer quetschte den letzten Rest aus seinen Flaschen und wir begaben uns schließlich auf den Heimweg.
Besondere Vorkommnisse sind nicht zu berichten. Außer vielleicht, dass wir für unseren Mischer Manni einen neuen, passenden Namen gefunden haben. Mozarella soll er ab jetzt heißen, ich weiß auch nicht so recht warum ;-)
Am darauffolgenden Samstag waren wir wieder Am Plan in Sommerhausen, wie immer eine Big-Fete.
Bleibt uns gewogen!
Herwig v d. Z.
